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SAP-Systemtrennung mit ALE-Technologie bei LAUFEN bathrooms

Der Schweizer Badspezialist LAUFEN Bathrooms hat seit dem Jahr 2002 seine umfangreichen Intercompany-Prozesse mit der SAP-Technologie Application Link Enabling (ALE) weitgehend automatisiert sowie die Supply Chain gestrafft. 

Die Erfahrungen konnte das Unternehmen bei der Implementierung eines autonomen SAP-Systems am Produktionsstandort in Tschechien nutzen, um Stammdaten und Informationsstrukturen zu vereinheitlichen. Die ITML GmbH setzte das anspruchsvolle Projekt innerhalb von nur drei Monaten erfolgreich um. LAUFEN bathrooms ist ein führender Hersteller von Sanitäreinrichtungen. Das Schweizer Unternehmen beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter in 17 Ländern. In sechs Produktionsstätten in der Schweiz, in Österreich, in Bulgarien und in der Tschechischen Republik werden jährlich vier Millionen Keramikteile hergestellt und mit über 800 Kunden ein Umsatz von 180 Millionen Euro erwirtschaftet. Bereits seit 1998 setzt LAUFEN bathrooms auf Produkte aus dem Hause SAP. Der Bäderspezialist hat sich in dieser Zeit durch Wachstum und Übernahmen kontinuierlich weiterentwickelt. Intercompany-Prozesse wurden immer komplexer und die SAP-Systemlandschaft umfangreicher. Sie besteht aus insgesamt vier Systemen mit acht Buchungskreisen, acht Verkaufsorganisationen und elf Werken. Europaweit nutzen derzeit rund 300 User das SAP-System. Hoch integrierte Intercompany-ProzesseSeit 2002 hatte LAUFEN seine verschiedenen SAP-R/3-Installation über die SAP-Technologie Application Link Enabling (ALE) miteinander verbunden. Dadurch hat das Unternehmen interne Bestellprozesse, die bislang noch zeitaufwändig manuell auf der Basis von Faxbestellungen und -bestätigungen abgewickelt wurden, verschlankt und beschleunigt. „Mit Hilfe der bewährten ALE-Technologie haben wir buchungskreis- und werksübergreifende logistische Prozesse von der Bestell- und Auftragsabwicklung bis hin zur Fakturierung weitgehend automatisiert und die Supply Chain gestrafft“, erklärt Jacques Nieuwland, IT Manager Europe und Leiter SAP CCC bei LAUFEN bathrooms. Der Datenaustausch (Bestellungen - Bestellbestätigung - Fakturierung) erfolgt über IDocs (Intermediate Document). Nachdem LAUFEN Bathrooms zu Beginn des Jahres 2005 einen erfolgreichen Releasewechsel von SAP R/3 4.0b auf SAP R/3 4.7 (SAP R/3 Enterprise) durchgeführt hatte, beschloss der Bäderspezialist am Produktionsstandort in Tschechien ein autonomes SAP-System zu installieren. Besonderes Augenmerk lag bei der Einführung des getrennten SAP-Systems vor allem darauf, Intercompany-Prozesse hoch integriert abzubilden. Hier wiederum spielte die ALE-Technologie eine tragende Rolle. Getrennte SAP-Systeme, integrierter DatenaustauschDie ITML GmbH als alleiniger Implementierungs- und Beratungspartner realisierte das Projekt bis zum Going Live im April 2006 innerhalb von nur knapp drei Monaten. Verantwortlich hierfür waren unter anderem die straffe Projektleitung sowie die frühe Einbeziehung der späteren Key-User. Von Vorteil erwies sich des Weiteren, dass komplette Testpläne aus dem Releasewechsel-Projekt verwendet werden konnten. Die Umstellung auf das neue System erfolgte problemlos und somit unmerklich für die Anwender an einem Wochenende. Das SAP-System in Tschechien ist ein von der Zentrale getrenntes Produktivsystem, das mittels ALE-Technologie Daten integriert austauscht. Jacques Nieuwland: „Interne Bestellprozesse werden dadurch weitgehend automatisiert und papierlos abgewickelt, denn Bedarfe und Rechnungen müssen nur einmal erfasst werden. Das spart Zeit sowie Kosten.“ Wird beispielsweise in Österreich oder in der Schweiz eine Lieferbestellung für Tschechien angelegt, legt das SAP-System in Tschechien automatisch den dazugehörigen Kundenauftrag an. Die konsequente Anwendung bereits vorinstallierter ALE-Szenarien reduziert Prozessänderungen auf ein Minimum. Außerdem bemerken Anwender eventuelle Änderungen im Prozessablauf aufgrund eines verfeinerten Berechtigungswesen und systemübergreifender Auswertungen kaum. Das hat bereits kurz nach dem Echtstart zu einer sehr hohen Nutzer-Akzeptanz geführt. Synchronisierte InformationenLAUFEN hat auch Stammdaten und Informationsstrukturen über die gesamte Wertschöpfungskette vereinheitlicht, homogenisiert und synchronisiert. Neuanlagen und Änderungen an Debitoren und Kreditoren, die im SAP-Ursprungs-System anfallen, werden via ALE-Technologie zur Laufzeit auf das neue SAP-Ziel-System verteilt. Das garantiert eine gleichbleibend hohe und redundanzfreie Stammdatenqualität. Nach dem gleichen Prinzip synchronisiert LAUFEN bathrooms auch Materialstämme und Datensätze mit Einkaufsinformationen. Ein gemeinsames Entwicklungssystem sorgt dafür, dass Neu- und Weiterentwicklungen auch im SAP-System am Produktionsstandort in Tschechien zeitgleich und integriert verfügbar sind.

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