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Supply Chain Management (SCM) bedeutet weit mehr, als Informationsflüsse zu optimieren und die operativen Logistikprozesse sicherzustellen. Neben dem Aufbau einer Lösung für das Tagesgeschäft gilt es, die vorhandenen Prozesse zu validieren, um strategische Entscheidungen zu ermöglichen.
SCM beginnt im eigenen Unternehmen. Insbesondere in Fertigungsbetrieben bilden bereits die internen Logistikketten ein hochkomplexes Geflecht von Abläufen und Systemen. Dieses bietet genügend Potenzial, um Effizienz, Transparenz und Steuerbarkeit logistikbezogener Material-, Informations- und Wertflüsse über alle betroffenen Abteilungen hinweg zu optimieren - vom Einkauf über die Auftragsabwicklung, die Produktionssteuerung und das Lagerwesen bis hin zu Transport und Versand.
Um herauszufinden, wo sich die Ansätze des SCM sinnvoll nutzen lassen, müssen Unternehmen zunächst ein Verständnis für die eigenen Produkte und die eigene Supply Chain entwickeln.
Anschließend gilt es, die Ziele der Unternehmensstrategie zu definieren sowie qualitative und quantitative Größen festzulegen, um den Erfolg zu messen. Relevante Fragen sind hier beispielsweise: Was soll bei Beständen reduziert, bei Durchlaufzeiten beschleunigt oder bei der Verfügbarkeit von Materialien verbessert werden? Aufbauend auf diesen Vorgaben lassen sich Realisierungsszenarien entwickeln, mit denen Unternehmen das vorhandene Verbesserungspotenzial abschätzen können.
| Kosten reduzieren - Leistungsfähigkeit steigern |
Beim Optimieren einer Lieferkette muss das Unternehmen zunächst prüfen, inwieweit die Integration in schon vorhandene Lösungen möglich ist und wo neue Unternehmensabläufe und Tools erforderlich werden. Für eine funktionierende Supply Chain sind in der Regel veränderte Arbeitsabläufe notwendig, wenn nicht sogar neue Organisationsstrukturen. Dabei sollte das Unternehmen nicht für einzelne Bereiche isoliert planen, denn hieraus resultieren Ungenauigkeiten und Verzerrungen. Als Folge schaukeln sich bereits kleine Schwankungen der Endkundennachfrage entlang der Logistikkette immer stärker auf. Je größer solche Effekte sind, desto mehr arbeitet ein Produktionsbetrieb am Kundenwunsch vorbei und ist gezwungen, Lagerbestände aufzubauen.
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